Sperlingspapageien kaufen: Tipps und Links zu Kleinanzeigen

Wo in Deutschland kann man eigentlich Sperlingspapageien kaufen? Da diese kleinen Papageien im Vergleich zu Wellensittichen nicht einfach in jeder Zoohandlung zu finden sind, eigenen sich vor allem Kleinanzeigen, um Sperlingspapageien und Interessenten zusammenzubringen.

Worauf man beim Kauf von Sperlingspapageien achten sollte und welche Erfahrungen wir mit Züchtern gemacht haben möchte ich in diesem Artikel ebenfalls beschreiben.

In den Kleinanzeigen finden sich manchmal auch Fälle, da wollen Besitzer ihre Sperlingspapageien (samt Zubehör) loswerden, weil sie merken, dass sie die Pflege der Tiere überfordert oder sie nicht genügend Zeit haben.

Bevor man sich also bei den Kleinanzeigen auf die Suche nach Sperlingspapageien macht, sollte man sich ein paar grundsätzliche Fragen zur Haltung stellen und diese ehrlich beantworten.

Auch wenn Sperlingspapageien sehr klein und für Papageien auch eher leise sind, haben sie trotzdem Bedürfnisse, die erfüllt werden müssen, damit sie sich wohlfühlen, gesund bleiben und ein langes, glückliches Leben führen können.

 

Sperlingspapageien kaufen: Fragen, die man sich vorher stellen sollte

Bevor man sich Sperlingspapageien kauft (bitte immer nur als blutsfremdes und gegengeschlechtliches Paar), sollte man sich also sicher sein, dass man…

über genügend Zeit verfügt, um sich um die kleinen Papageien zu kümmern,

Platz für einen großen Käfig bzw. eine Voliere sowie genügend Platz für den Freiflug hat und es verschmerzen kann, wenn die kleinen Kobolde die Einrichtung im Vogelzimmer anknabbern,

…Geld für die ganzen Anschaffungen hat, die nötig sind, um die kleinen Papageien artgerecht zu halten und dass man sich eventuelle Tierarztbesuche leisten kann,

…keine Vogelstauballergie hat und

man jemanden hat, der sich um die Tiere kümmert, wenn man in den Urlaub fährt!

 

Blaugenick-Sperlingspapagei (Henne)
Blaugenick-Sperlingspapagei (Henne)

 

Kauf von Sperlingspapagien über Kleinanzeigen: Unsere Erfahrungen

Leider treiben sich auch einige schwarze Schafe herum, die die Tiere aus reiner Profitgier und unter absolut unzumutbaren Bedingungen züchten und über die Kleinanzeigen verkaufen.

Als wir auf der Suche nach Sperlingspapageien waren, sind wir über die Kleinanzeigen leider auch an einen solchen Züchter geraten: In dessen Wohnzimmer standen mehrere verdreckte Zuchtboxen, in denen jeweils ca. zehn Blaugenick-Sperlingspapageien nach Geschlecht getrennt zusammengepfercht waren. Im Käfig der Sperlingspapageien-Hähne wurde sogar ein Hahn das Opfer der Aggressivität seiner Artgenossen und lag tot am Boden! Zum Bedauern des „Züchters“ handelte es sich um seinen teuersten Hahn. Entsetzt sind wir wieder nach Hause gefahren, auch wenn wir am liebsten den ganzen Schwarm mitgenommen hätten. Die armen Tiere! 🙁

Aber eine solche „Zucht“ darf einfach nicht unterstützt werden! Im Nachhinein ärgere ich mich, dass wir diesen Züchter nicht dem zuständigen Veterinäramt gemeldet haben, damit die armen Sperlinge da herausgeholt werden und ein besseres Zuhause finden.

Der nächste Züchter machen einen guten Eindruck und wir kauften bei diesem unsere kleinen Blaugenick-Sperlingspapageien. Allerdings haben wir dem Züchter vertraut, als er sagte, dass die Tiere entwurmt sind und wussten das mit dem Eingangscheck beim vogelkundigen Tierarzt nicht… Ein Fehler, wie sich ein paar Monate später herausstellte, als nach einigen Tierarztbesuchen endlich die Diagnose „Spulwurmbefall“ gestellt wurde und es fast zu spät war.

 

Tipps für den Kauf von Sperlingspapageien über Kleinanzeigen (vom Züchter oder privat)

Nicht beim erstbesten Züchter kaufen, sondern eventuell verschiedene Züchter besuchen, wenn man sich nicht ganz sicher ist.

Auf das Bauchgefühl verlassen: Wenn man ein gutes Gefühl hat und der Züchter die Fragen die man hat kompetent beantworten kann, dann steht einem Kauf eigentlich nichts im Wege.

Wie verhalten sich die Tiere? Sind sie alle munter und machen einen gesunden Eindruck? Super, wenn auch das Gefühl stimmt, hat die Suche ein Ende. Sitzt allerdings ein Sperlingspapagei aufgeplustert herum und wirkt teilnahmslos, dann besteht die Gefahr, dass auch die anderen Tiere im Käfig eventuell krank sein/werden können. In diesem Fall besser weiterschauen. Das gilt auch für die seltenen Fälle, in denen man Sperlingspapageien in einer Zoohandlung findet.

Vor allen Dingen über die Kleinanzeigen werden manchmal Sperlingspapageien von Haltern verkauft, die absolut keine Ahnung haben, wie die Tiere (oder im schlimmsten Fall ein Einzeltier) zu halten sind. Sollte ein Tier aus einer Einzelhaltung Verhaltensstörungen aufweisen (Gefieder rupfen, seltsame Bewegungen etc.), dann gehört dieser Sperlingspapagei nur in erfahrene Hände, da er möglicherweise nie wieder richtig sozialisiert werden kann.

Ein weiterer Punkt auf den man achten sollte ist der Zustand des Gefieders: Ist es – wie oben bereits geschrieben gerupft, dann liegt meist eine Verhaltensstörung vor und ein erfahrener Sperlingspapageienhalter sollte das Tier pflegen. Ist das Gefieder um die Kloake, die Augen oder den Schnabel herum verklebt, dann Finger weg, da der Vogel mit hoher Wahrscheinlichkeit krank ist. Auch andere Tiere aus diesem Käfig sollten dann nicht gekauft werden.

Gefiederstörungen (z.B. kahle Stellen) deuten ebenfalls auf Krankheit hin und sollten nicht gekauft werden.

Keine sehr jungen und noch nicht futterfesten Papageien kaufen, diese mit der Hand aufgezogen werden müssen – Handaufzuchten sind nur etwas für Notfälle (z.B. wenn die Eltern das Tier nicht annehmen) und gehören selbst dann nur in erfahrene Hände, weil viel schief gehen kann (der Babypapagei möchte nicht fressen, wird krank, nimmt nicht zu, muss irgendwann lernen selbst zu fressen und weigert sich…). Werden einem nicht futterfeste Sperlingspapageien angeboten: Nichts wie weg!

Der Preis darf bei der Anschaffung keine Rolle spielen! Wenn die Sperlingspapageien günstig verkauft werden aber aus einer schlechten Haltung kommen, dann folgen in der Regel eine Menge Tierarztbesuche, die vor allem am Wochenende und an Feiertagen sehr ins Geld gehen und die vermeintlich günstigen Vögel werden so sehr schnell sehr teuer!

Deshalb: Immer genau hinschauen, ob mit den Tieren alles in Ordnung ist und bitte nicht aus Mitleid schlechte Züchter unterstützen, indem man ihnen die Tiere abkauft.

 

Nach dem Kauf die Sperlingspapageien von einem vogelkundigen Tierarzt duchchecken lassen

Ich empfehle dringend nach dem Erwerb der Tiere direkt zum nächsten vogelkundigen (!) Tierarzt zu fahren, um dort einen Eingangscheck machen zu lassen. Bei diesem wird dann genau untersucht, ob die Sperlingspapageien irgendwelche Krankheiten haben und ob auch sonst alles mit den Tieren in Ordnung ist. Leider gibt es nur wenige vogelkundig Tierärzte in Deutschland, sodass man häufig lange Anfahrten in Kauf nehmen muss. Diese Fahrt sollten einem die neuen Familienmitglieder aber wert sein!

 

Habe ich etwas vergessen, was man beim Kauf von Sperlingspapageien beachten muss? Falls ja, freue ich mich über einen Hinweis in den Kommentaren!

 

Linksammlung zur Suche „Sperlingspapageien“ in Kleinanzeige-Portalen

In dieser Linksammlung zu mehreren Kleinanzeige-Portalen genügt ein Klick auf den Link, um direkt zur Suche „Sperlingspapageien“ zu gelangen – Ort und Umkreis müssen noch ergänzt werden.

Da manche ihre Tiere auf mehreren Portalen anbieten kann es sein, dass sich die Angebote teilweise überschneiden:

deine-tierwelt.de

dhd24.com

ebay-kleinanzeigen.de

haustier-anzeiger.de

kalaydo.de

kleinanzeige.focus.de

kleinanzeigen.meinestadt.de/

local24.de

markt.de

papageien.de

quoka.de

reklametafel.net

tiere-kleinanzeigen.com

tierflohmarkt.de bzw. vogelboerse.org

 

Noch ein kleiner Denkanstoß zum Thema „Kleinanzeigen“

Im Zusammenhang mit den Kleinanzeigen empfehle ich auch Wenckes (vom Wellensittiche-Blog) Erfahrungsbericht zu ihrer Mafiabraut – leider nutzen nämlich sogenannte Vermehrer, also Leute, die Tiere ohne Sinn und Verstand und aus reiner Profitgier „züchten“, das Mitgefühl und die Gutgläubigkeit von Tierliebhabern aus und verlangen astronomische Preise für Tiere, die aufgrund ihrer Anlagen (Inzucht, unsorgfältige Zusammenstellung der Elterntiere) kaum überlebensfähig sind. So schwer es fällt: Bitte unterstütze diese Vermehrer nicht, indem du die Tiere „freikaufst“, sondern informiere stattdessen das zuständige Veterinäramt!

 

Wenn dir der Artikel gefallen oder geholfen hat, dann teile ihn gerne mit deinen Freunden und/oder schreibe mir einen netten Kommentar .
Den Sperlingspapageien-Blog gibt es übrigens auch bei Facebook, Instagram, Pinterest und Google+. Auch dort freue ich mich über Likes, Follower und Kommentare!

Um immer als Erste/r per E-Mail über neue Artikel informiert zu werden, trage hier einfach deine E-Mail-Adresse ein und klicke auf „Anmelden“ – 100% werbefrei und unverbindlich!

Bitte vergiss nicht, deine Anmeldung zu bestätigen, indem du auf den Link in der E-Mail klickst, die du anschließend bekommst. Die Anmeldung ist natürlich kostenlos und unverbindlich. Deine E-Mail-Adresse wird nur zum Versand der E-Mail-Benachrichtigung verwendet!

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.