Blaugenick-Sperlingspapageien Gefieder Rücken

Steckbrief: Sperlingspapagei

Ein Sperlingspapagei ist ein kleiner, kurzschwänziger Papagei, der zur Familie der Eigentlichen Papageien und zum Tribus Neuweltpapageien gehört. Zum Tribus der Neuweltpapageien gehören insgesamt ungefähr 150 lang- und kurzschwänzige Arten der (wie der Name schon sagt 😉 ) „neuen Welt“, also Amerika. Manchmal werden Sperlingspapageien auch „Die Unzertrennlichen der neuen Welt“ genannt.

Größe und Gewicht

Ein Sperlingspapagei ist – je nach Art 12-15 cm groß und wiegt 23-35 g. Für einen Papagei ist der Sperlingspapagei also wirklich sehr klein aber trotzdem nicht die kleinste Papageienart. Kleiner sind z.B. Spechtpapageien mit ca. 8,5-10 cm, Zierfledermauspapageichen mit ca. 11 cm und Goldstirnpapageichen mit ca. 10 cm.

Alter von einem Sperlingspapagei

Bei guter Pflege kann ein Sperlingspapagei 10-15 Jahre und in Einzelfällen sogar noch älter werden.

Natürlicher Lebensraum und Ernährung

Der kleine Papagei ist von Mexiko bis in die Mitte von Südamerika heimisch, lebt dort entweder paarweise oder in (kleinen) Schwärmen und ernährt sich hauptsächlich von Gräsern, Grassamen, kleinen Beeren und Früchten.

 

Blaugenick-Sperlingspapageien Gefieder
Blaugenick-Sperlingspapageien (links Weibchen, rechts Männchen)

 

Gefieder

Die Grundfarbe des Gefieders eines wildfarbenen Sperlingspapageis ist grün. Das Männchen hat – je nach Art – an verschiedenen Stellen (z.B. Flügel, Kopf, Bürzel) intensive Blaufärbungen. Durch diesen sogenannten Geschlechtsdimorphismus lässt sich ein Sperlingspapagei-Männchen gut von einem Sperlingspapagei-Weibchen unterscheiden. Männchen haben außerdem einen etwas markanteren Schnabel.

Haustierhaltung

Insgesamt gibt es sieben verschiedene Sperlingspapageien-Arten. Von diesen werden Augenring- und Blaugenick-Sperlingspapageien am häufigsten als Haustier gehalten. Sperlingspapageien sind – mit Ausnahme der Augenring-Sperlingspapageien – unverträglich mit anderen Vogelarten. Die kleinen Papageien müssen IMMER mindestens paarweise gehalten werden oder in Kleinschwärmen ab drei Paare. Bei nur zwei Paaren, die zusammen in einer Voliere gehalten werden, kann es zu starken Rivalitätskämpfen der beiden Männchen kommen. Sperlingspapageien sind nicht winterhart und benötigen mindestens 15°C, weshalb sie besser drinnen gehalten werden sollten. Sperlingspapageien benötigen neben viel Freiflug aber auch einen großen Käfig bzw. Voliere, der/die mindestens (!) 1 m lang sein muss. Größer ist immer besser. Ein geignetes Modelle für ein Pärchen ist z.B. der Montana Madeira III* (ca. 1 m lang) und für ein bis zwei Pärchen der Montana New Madeira Double* (ca. 1,65 m lang mit Trennwand in der Mitte, falls sich zwei Pärchen nicht verstehen…).

Verhalten

Im Gegensatz zu Wellensittichen sind die kleinen Papageien etwas scheuer und auch aggressiver. Das heißt jedoch keinesfalls, dass sie nicht zahm werden können – es braucht einfach nur mehr Zeit und Geduld, bis ein Sperlingspapagei Vertrauen aufgebaut hat. Augenringe sind etwas friedlicher als Blaugenicke, die, wie ich aus eigener Erfahrung weiß, gerne mal aus dem Nichts einen Streit anfangen, sich aber auch genauso schnell wieder vertragen und miteinander kuscheln oder sich gegenseitig das Gefieder pflegen. Die Papageien sind sehr neugierig, gute Flieger, leidenschaftliche Kletterer und manche lieben es zu baden. Sie versuchen auch teilweise Laute zu imitieren, was immer wieder für Lacher sorgt und jeder Sperlingspapagei hat seinen eigenen Charakter. Auch wenn die Tiere nicht zahm geworden sind macht es sehr viel Spaß ihnen zuzuschauen.

Brutverhalten

Geschlechtsreif sind Sperlingspapageien im Alter von neun bis zwölf Monaten. Sie sind Höhlenbrüter. Stellt man ihnen bei der Haustierhaltung keine Höhle oder etwas höhlenartiges zur Verfügung (das kann auch schon ein Unterschlupf im Bücherregal sein), dann besteht eigentlich kaum die Gefahr, dass das Sperlingspapagei-Weibchen anfängt zu brüten. Ausnahmen gibt es natürlich immer wieder.

Kaufen

Da Sperlingspapageien normalerweise nicht in Zoohandlungen angeboten werden, empfiehlt sich ein Blick in diverse Kleinanzeigen.

 

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2 Gedanken zu “Steckbrief: Sperlingspapagei”