Sperlingspapageien im UV-Licht mit geschlossenen Augen

UV-Beleuchtung für Vögel

Dass Vögel eine spezielle Beleuchtung mit UV-Licht brauchen, spricht sich langsam herum. Besonders in den Wintermonaten, wenn es draußen nur noch wenige Stunden hell ist, bekommen Wohnungsvögel zu wenig Licht ab. Das betrifft vor allem temperaturempfindliche Tropenvögel wie z.B. Sperlingspapageien. Aber auch im Sommer können Vögel, die nicht mit direktem Sonnenlicht in Berührung kommen, unter Vitamin D-Mangel leiden.

Was Sonnenlicht mit Vitamin D zu tun hat und wie die Sonne trotzdem zu den Vögeln in die Wohnung gebracht werden kann, möchte ich in diesem Artikel beschreiben. Vor allem möchte ich mich in diesem Artikel auf die Umsetzung der Beleuchtung konzentrieren. Es gibt nämlich viele Informationen darüber, warum UV-Licht und insbesondere UV-B-Licht für Vögel wichtig ist und was für eine Beleuchtung diesem Mangel entgegenwirken kann, aber die konkrete Umsetzung der Beleuchtung am Vogelkäfig wird dabei oft vernachlässigt.
Ich habe mir die Finger wundgesucht, um Informationen zur Umsetzung der Beleuchtung am Vogelkäfig zu finden, bin aber nur in diversen Foren auf Informationshäppchen und halbherzige Erklärungen gestoßen (okay, eine Ausnahme bildet dieser Thread zum Thema Licht für Vögel in den Vogelforen, in welchem vieles sehr gut erklärt wird). Letztendlich musste ich einfach ausprobieren, was wie am besten funktionieren könnte und mit welchen Leuchtmitteln sich das auch als Techniklaie sicher umsetzen lässt. Das Hantieren mit Strom kann bekanntermaßen ja ziemlich gefährlich werden…
Kommen wir aber erst einmal dazu, warum eine solche Beleuchtung bei Vögeln in reiner Wohnungshaltung überhaupt wichtig ist.

Für die Vitamin D-Bildung ist UV-B-Licht nötig

Vitamin D benötigen Vögel einerseits für den Kalziumstoffwechsel (wichtig für die Knochen und zur Vorbeugung von Legenot) und andererseits auch zur Stärkung des Immunsystems.

Die meisten Landwirbeltiere sind glücklicherweise in der Lage Vitamin D mithilfe von UV-B-Licht und Kalzium (z.B. über das Grit) selbst zu bilden.

Da ich keine Biologin bin, zitiere ich an dieser Stelle einfach mal Experten zum Ablauf der Vitamin D-Synthese:

In der Haut vorhandenes Provitamin D ( 7-Dehydrocholesterol) wird dabei in einer durch UV-B katalysierten Photoreaktion in die nächste Vorstufe, das Prävitamin D3 umgewandelt. In einer wärmeabhängigen Reaktion wird dieses wiederum in Vitamin D3 (Cholecalciferol) weiter umgesetzt. Das D3 wird dann mit dem Blutstrom in die Leber transportiert, wo es endgültig in Vitamin D umgewandelt wird. Ohne UV-B-Bestrahlung ist die Photoreaktion nicht möglich und der Körper kann überhaupt kein Vitamin D synthetisieren. (Vogelecke: Ein Vitamin mit Sonderrolle (PDF))

Eine Sonnenlichtlampe sorgt für eine gute Beleuchtung des Vogelkäfigs und ist wichtig für die Vitamin D-Synthese
Die erste Reaktion auf das helle UV-Licht

Es bringt leider nichts den Käfig an ein Fenster mit Sonnenlicht zu stellen. Moderne Fensterscheiben lassen zwar die UV-A-Strahlen durch, die Vögel für das Farbsehen brauchen, die wichtigen UV-B-Strahlen werden jedoch nahezu komplett herausfiltert.

Für eine ausreichende UV-B-Versorgung bei reiner Wohnungshaltung gibt es deshalb letztendlich drei Möglichkeiten:

  • Vitaminpräparate (vorher unbedingt mit einem vogelkundigen Tierarzt abstimmen! Bei einer Überversorgung kann sich das fettlösliche Vitamin D in der Leber anreichern und es können schwere Schäden entstehen, da das Vitamin nicht schnell genug abgebaut wird und in zu hohen Dosen giftig ist),
  • künstliches UV-B-Licht bereitstellen, damit die Vögel die richtige Menge natürlich bilden können oder
  • Fenster mit Volierendraht vergittern (ist im Winter bei Tropenvögel aufgrund der Erfriergefahr nur begrenzt anwendbar; Achtung, Fiberglasgitter können durchgeknabbert werden und filtern ebenfalls das UV-B-Licht weshalb diese nicht geeignet sind).

Ich bevorzuge definitiv die zweite Möglichkeit (bei guter Umsetzung auch die dritte mit Volierendraht), da die Vogelkörper durch die natürliche bzw. ausreichend starke künstliche Lichtzufuhr selbstständig Vitamin D bilden können und die Gefahr Überdosierung vermieden wird.

UV-Grundbeleuchtung der Voliere

Sperlingspapageien kommen aus Regionen mit hohen Temperaturen, hoher Luftfeuchtigkeit und viel Sonnenlicht. Deshalb ist vor allem in dunklen Räumen zunächst für eine ausreichende Grundbeleuchtung mit einer speziellen Vollspektrumlampe zu sorgen. In hellen Räumen kann diese Grundbeleuchtung weggelassen werden. Mit der Grundbeleuchtung schafft man Lichtverhältnisse, wie sie an stark bewölkten Tag herrschen. Zur Imitation des Sonnenlichts und für die Vitamin D- Synthese ist zusätzlich jedoch ein Sonnenspot nötig, dazu aber später mehr 😉
Für die Grundbeleuchtung stehen verschiedene Lampenarten zur Wahl, z. B. Leuchtstoffröhren (hierbei kann man das Licht mit einem Doppel-Ellipsoid-Reflektor verstärken (solche Reflektoren werden auch in der Aquaristik eingesetzt) oder auch sogenannte Rasterleuchten, wie man sie von Büros kennt. Rasterleuchten eignen sich jedoch nur für Käfige die fast unter der Decke oder einer anderen Oberfläche enden, da es ansonsten relativ schwierig sein dürfte diese vogelsicher anzubringen. Sonnenlicht-Leuchtstoffröhren sind in diesen Fällen unkomplizierter, da diese auch an der Wand angebracht und das Kabel sehr einfach durch einen Kabelkanal geschützt werden kann.
Als Fassung kann quasi jede beliebige für Leuchtstoffröhren bzw. Rasterleuchten gewählt werden, jedoch muss bei der Fassung entweder schon ein EVG (elektrisches Vorschaltgerät) integriert sein oder man muss nachträglich selbst eines installieren. Da es aber genug Fassungen mit einem integrierten EVG gibt, ist die nachträgliche Installation eines EVGs meist nicht nötig. Es gibt inzwischen sogar ganze Sets samt Reflektor und EVG, die man nur noch auf die Voliere legen muss. Dazu aber später mehr!

Was ist ein EVG und warum ist das wichtig?

Das EVG sorgt dafür, dass das Licht für Vogelaugen nicht flackert. Hierfür ist es wichtig zu wissen, dass Menschen und Vögel anders sehen. Während Menschen ab 24 Einzelbilder pro Sekunde keine Einzelbilder, sondern fließende Bewegungen wahrnehmen, ist dies bei Vögel erst bei 120 bis 160 Bildern pro Sekunde der Fall. Das EVG sorgt nun dafür, dass das Flimmern der Lampe so sehr beschleunigt wird (also mehr als 160 Mal pro Sekunde), dass auch Vögel ein gleichmäßiges Licht wahrnehmen. Lampen ohne EVG werden von Vögeln ähnlich wahrgenommen wie wir Menschen Stroboskop-Licht in Discos sehen. Dass das Flackern auf Dauer stressig ist, steht außer Frage. Aus diesem Grund ist das EVG bei der Beleuchtung des Vogelkäfigs unverzichtbar. Um Licht auf Flimmern zu testen kann man die Lampe beispielsweise mit der Handykamera filmen und dann im Slowmotion-Modus abspielen. Hier wird das Flackern auch für das menschliche Auge erkennbar.
Das EVG sorgt außerdem dafür, dass einer Gasentladungslampe (wozu auch Neonröhren gehören) der Strom gleichmäßig zugeführt wird. Bei direktem Anschluss an die Netzspannung (also ohne EVG) käme es sonst nach der Zündung der Lampe zu einem unkontrollierbaren Stromanstieg, der zur Folge hätte, dass die Lampe nach kurzer Zeit einfach platzt.

Welche Fassungen und Leuchtmittel eignen sich für die Grundbeleuchtung?

UV-Grundbeleuchtung Vogelvoliee Vogelkäfig
Beispiel für die Grundbeleuchtung der Vogelvoliere (mit selbstgebasteltem Schutzkorb)

Wir nutzen für die Grundbeleuchtung die Narva Bio Vital Vollspektrum-Röhre (LT-T8 mit 36 W und 120 cm Länge), die im Gegensatz zu normalen Leuchtstoffröhren einen zusätzlichen UV-A- und UV-B-Anteil hat, der dem natürlichen Tages- bzw. Sonnenlicht entspricht. Eine Grundbeleuchtung mit höherer Wattzahl geht natürlich auch, da es für Vögel fast nicht zu hell sein kann. Empfehlenswerter ist allerdings eine T5 Röhre (54 Watt), da diese kleiner ist, weniger Strom verbraucht und auf einer kleineren Fläche eine höhere Lichtausbeute hat (Unterschied zwischen T5 und T8). Da Narva 2016 die Herstellung der oben verlinkten Lampentypen eingestellt hat, gibt es hiervon nur noch Restbestände. Alternativen wären z. B. die Vollspektrum-Leuchtstoffröhren von Viva-Lite (T5/HO, 54 W) oder auch die Lucky Reptile Daylight Sun T5* mit 54 W.
Die Fassung mit der Leuchtstoffröhre haben wir auf Höhe der Käfigdecke waagrecht an der Wand angebracht und das Kabel mit einem Kabelkanal aus Kunststoff gesichert. Geschützt werden kann die Konstruktion durch einen Schutzkorb (z. B. aus Volierendraht), damit vor allem größere Papageien die Lampe nicht demontieren oder an stromführenden Teilen herumknabbern können. Fassungen für T8 Leuchtstoffröhren mit 36 W und EVG findet man z. B. bei ebay (durch den Klick auf den Link gelangt man zu den Suchergebnissen). Für T5 Röhren benötigt man eine T5 Fassung mit EVG (T5-Röhren dürfen nicht ohne betrieben werden, deshalb muss man es entweder nachträglich selbst installieren oder nach Fassungen suchen, die ein solches EVG bereits haben – selbst installieren ist natürlich deutlich günstiger, sollte aber nur von Fachleuten vorgenommen werden) und die Fassung sollte auch für die entsprechende Wattzahl der Lampe geeignet sein. Die manchmal mitgelieferten Leuchtmittel verschenkt man am besten oder nutzt sie anderweitig, da diese zwar hell machen, aber keinen UV-A- und UV-B-Anteil enthalten.

Die Montage der Grundbeleuchtung ist relativ unkompliziert und dürfte nicht allzu viel Kopfzerbrechen bereiten. Inzwischen gibt es für die Grundbeleuchtung – wie oben bereits angekündigt – Komplettlösungen, die allerdings um einiges teurer sind als etwas Selbstgebautes, wie z.B. die Leuchtstoffröhrenkomplettarmatur 58 Watt (T8-Röhre, Gesamtlänge der Armatur: 155 cm) vom Vogelladen oder die Zoo Med Repti Sun Terrarium Hood T5 HO 54 W* (das Modell mit der Gesamtlänge von 122 cm hat 54 W, die kürzeren Varianten haben weniger Watt).

UV-Beleuchtung der Vogelvoliere mit einem Sonnenspot bzw. Sonnenlicht-Lampe

Bevor wir zum Sonnenspot kommen noch ein paar Worte zu den +/- 20 W-(Energiespar-)Lampen, die in Zoogeschäften als „Vogellampen“ verkauft werden: Diese Lampen sind nicht nur total überteuert (wegen dem eingebauten EVG), sondern eignen sich allerhöchstens zur punktuellen(!) Grundbeleuchtung. Ich nenne diese Lampen deshalb gerne „Lichtpupse“ 😉
Eine wesentlich günstigere und flächendeckendere Grundbeleuchtung erreicht man mit den oben beschriebenen Leuchtstoffröhren. Durch die Grundbeleuchtung mit diesen speziellen Leuchtstoffröhren erreicht man, wie oben bereits geschrieben, Lichtverhältnisse, wie sie an einem stark bewölkten Tag herrschen. Damit man das Sonnenlicht annähernd imitieren kann, ist zusätzlich ein Sonnenspot nötig.

Ein solcher Sonnenspot besteht aus drei Komponenten:

  • UV-Sonnenspot-Lampe (hierbei handelt es sich meist um Metalldampflampen),
  • EVG (elektrisches Vorschaltgerät – wegen dem Flimmern und dem Stromverbrauch bzw. der Stromzufuhr) und
  • Reflektor (idealerweise mit Schutzgitter, damit sich die Vögel nicht an der Lampe verbrennen können, da der Sonnenspot neben extremer Helligkeit auch Wärme erzeugt).

Ich werde etwas weiter unten noch genauer auf die einzelnen Komponenten eingehen.

Insgesamt ist es aber äußerst hilfreich sich z. B. auf YouTube im Bereich der Reptilienbeleuchtung mal ein paar Videos anzuschauen, um zu verstehen, wie diese Lampen funktionieren und warum diese wichtig sind. Dieses YouTube-Video finde ich trotz nerviger Vorlesestimme sehr informativ und es sorgt für ein gutes Grundverständnis zum Thema UV-Beleuchtung (da das Video von einem Terraristik-Shop erstellt wurde, enthält es natürlich auch Produktempfehlungen).
Was in diesem Video über das Sehen der Reptilien gesagt wird gilt übrigens auch größtenteils für Vögel 😉

Bei der Installation einer „richtigen“ Sonnenlicht-Lampe kommt es zunächst darauf an, wie viel technisches Fachwissen vorhanden ist bzw. ob man eine einfache aber teure Lösung bevorzugt oder selbst bzw. einen Fachmann etwas basteln (lassen) möchte. Da weder mein Mann noch ich mich getraut habe bei der Beleuchtung zu experimentieren, haben wir uns für die zwar teurere aber unserer Meinung nach recht sichere Lösung entschieden. Genauer gesagt handelt es sich hierbei um die Plug&Play-Komponenten von Lucky Reptile, bei welchen man den Reflektor bzw. Fassung und Vorschaltgerät ganz einfach mit einem Stecker verbinden kann. Beim Kauf muss man allerdings höllisch aufpassen, dass man wirklich die Plug&Play-Komponenten erwischt, da es auch noch eine Variante mit Kabeln gibt, die man dann selbst zusammenbasteln muss.

Kommen wir nun zu den einzelnen Bestandteilen des Sonnenspots:

Leuchtmittel

Verschiedene Hersteller bieten Metalldampflampen mit UV-A- und UV-B-Anteil an. Lucky Reptile hat inzwischen auch eine Lampe speziell für Vögel entwickelt, nämlich die Bright Sun Bird*. Die Bright Sun Desert (70 W)* kann man übrigens auch für Vögel nehmen.

Elektronisches Vorschaltgerät (EVG)

Wie schon weiter oben beschrieben, wird ein solches Gerät benötigt, damit das Licht für die Vögel nicht flackert und – das ist bei Metalldampflampen besonders wichtig – damit der Stromverbrauch bzw. die Stromzufuhr reguliert wird.

Anderenfalls würde der Entladungsstrom durch die zu ihrer Funktion erforderliche Stoßionisation immer weiter ansteigen, bis die Lampe zerstört wird oder die Sicherung ausgelöst wird. (Wikipedia)

Das bezieht sich auf die oben angesprochenen Zündungen und hört sich gefährlich an. Für den Betrieb einer Metalldampflampe braucht man also auf jeden Fall ein EVG!

Die Plug and Play Steckvorrichtung für die Sonnenlichtlampe von Lucky Reptile
So sieht die Plug and Play-Steckverbingung (links und unten rechts) für den Sonnenspot (oben rechts) von Lucky Reptile aus

Auch hier gibt es wieder eine einfache aber teure Variante (Lucky Reptile Bright Control Pro II (35 W/70 W)*) oder ein Gerät zum selbstanschließen (z.B. bei ebay). Wichtig ist vor allen Dingen, dass das EVG für die Wattzahl der Lampe ausgelegt ist. Bei einer 70 W-Lampe benötigt man ein EVG für 70 W.

Reflektor, Fassung und Schutzgitter

Damit das Licht ideal gebündelt wird, kann ein Reflektor verwendet werden. Da Metalldampflampen sehr warm werden, empfiehlt es sich darauf zu achten, dass es sich um einen Thermoreflektor handelt. Dieser sollte außerdem eine Porzellan- oder Keramikfassung haben, da Plastikfassungen bei den hohen Temperaturen, die die Metalldampflampe erzeugt, schmelzen. Eine Porzellan- oder Keramikfassung hält den hohen Temperaturen stand. Die Thermoreflektoren* von Lucky Reptile für die Plug&Play-Komponenten gibt es in einer langen und einer kurzen Variante. Ich habe mich für die lange Variante entschieden (gibt es bei Reptilienkosmos), da so direkt unter der Lampe etwas weniger Hitze ist. Beim Reflektor von Lucky Reptile wird außerdem noch ein Schutzgitter mitgeliefert. Je nachdem, wie man die Lampe anbringen möchte, gibt es verschiedene Fassungen* aber auch noch andere Schutzvorrichtungen wie z.B. ganze Schutzkörbe, die man mit etwas Geschick und Volierendraht aber auch selbst basteln kann.
Für was man sich entscheidet, hängt letztendlich von der Anbringung der Sonnenlicht-Lampe ab. Wichtig ist aber in allen Fällen, dass die Vögel sich weder an der Lampe verbrennen können (die Porzellanfassung wird nämlich sehr warm, während der Thermoreflektor zwar auch warm wird aber man sich daran nicht verbrennt) noch eine Chance haben, an das Kabel zu kommen. Das Kabel lässt sich z. B. mit (biegsamen) Kabelrohren oder Aquarienschläuchen schützen.
Trotz all dieser Vorsichtsmaßnahmen sollte man die Vögel aber nicht unbeaufsichtigt lassen, wenn die Sonnenlicht-Lampe an ist!

Es gibt natürlich noch andere gute Anbieter von Sonnenspot-Lampen, aber da ich mit diesen keine Erfahrung habe, beschränkte ich mich hier auf die Lösung von Lucky Reptile.

Und damit kommen wir zum interessanten Teil: Wie kann man den Sonnenspot am Vogelkäfig anbringen?

Beispiel für die Anbringung des Sonnenspots am Vogelkäfig

Zur Anbringung an den Vogelkäfig wurde die Sonnenlichtlampe einfach mit dem Reflektor auf den Käfig gestellt
Einfachste Lösung für die Anbringung des Sonnenspots am Vogelkäfig

Während Terrarien meist schon über Aussparungen für die Beleuchtung verfügen, muss man bei Vogelkäfigen meist etwas erfinderisch werden. Sperlingspapageien sind beispielsweise sehr neugierig und knabbern gerne alles an, was ihnen vor den Schnabel kommt, weshalb man dafür sorgen muss, dass das Stromkabel gut geschützt ist und die Vögel sich nicht am heißen oberen Teil der Fassung verbrennen können. Dies erreicht man entweder – wie oben beschrieben – durch einen kompletten Schutzkäfig für die Lampe sowie einer Extra-Isolierung der Kabel oder – und so haben wir das dann letztendlich gelöst – dadurch, dass die Vögel im Käfig sind, wenn die Sonnenlicht-Lampe an ist und diese nur für die Dauer des Betriebs auf den Käfig steht.

Hierbei sollten die Vögel aber immer die Möglichkeit haben selbst zu entscheiden, ob sie im Lichtkegel sein möchten oder nicht. Es sollte also darauf geachtet werden, dass nicht das komplette Käfiginnere von der Lampe ausgeleuchtet wird. Wichtig ist außerdem, dass das Licht direkt von oben (und nicht von der Seite) kommt, da die Vögel sonst von der Sonnenlicht-Lampe geblendet werden.

Sperlingspapageien beim Sonnenbaden
Sperlingspapageien beim Sonnenbaden

Schimmernde Edelstahlnäpfe sollten für die Dauer der Beleuchtung zudem aus dem Lichtkegel geräumt werden, da diese die Vögel sonst blenden. Der ideale Abstand von Lampe und Vogel beträgt ca. 40 cm. Auf dieser Höhe sollte auch eine Sitzgelegenheit angebracht werden, damit die Vögel gut Sonnenbaden können. Wie auf dem Foto zu sehen ist, haben wir eine Spirale an der Stelle hängen, an der die Lampe steht. Unsere Sperlingspapageien können so selbst entscheiden, in welchem Abstand sie unter der Lampe sitzen möchten – und das machen sie auch 😉

Wenn die Lampe an ist, wird natürlich auch das Käfiggitter etwas warm, aber nicht so warm, dass sich die Vögel daran verbrennen können. Während die Lampe brennt besteht keine Verbrennungsgefahr, da die Vögel von alleine Abstand zur hellen Lampe halten. Nach Gebrauch der Lampe kühlt das Gitter zwar relativ schnell ab, in den ersten Minuten sollten die Vögel aber trotzdem sicherheitshalber von der Auflagestelle der Lampe ferngehalten werden.

Brenndauer von Grundbeleuchtung und Sonnenlicht-Lampe

Die Grundbeleuchtung kann den ganzen Tag über an sein (also ca. 10-12 Stunden), der Sonnenspot ca. 1-2 Stunden alle paar Tage. Viele Vögel reagieren erst einmal skeptisch auf das helle Licht und meiden dies. Um die Vögel an das Licht zu gewöhnen, kann man die Brenndauer auch schrittweise erhöhen, z.B. an den ersten Tagen 15 Minuten, dann ein paar Tage 30 Minuten, dann 45 Minuten, dann 1 Stunde und länger. Haben sie sich aber erst einmal dran gewöhnt, dann werden sie die Lampe gerne nutzen, um sich zu sonnen 🙂

Da die UV-Strahlen nach einiger Zeit nachlassen und nicht mehr ihre volle Wirkung haben, müssen die Grundbeleuchtung und die Metalldampflampen spätestens jährlich durch neue ersetzt werden (am besten aufschreiben, wann die Lampe ersetzt wurde oder eine entsprechende Handyerinnerung einstellen).

Weiterführende Informationen

Detailliertere und technischere Informationen und Lichtwert-Daten zum Thema Beleuchtung in der Vogelhaltung (PDF) gibt es bei der Vogelecke bzw. auf vogelkauf.info (zu finden unter Infoblätter –> Allgemeine Themen) 🙂 Dieses Dokument diente außerdem als wertvolle Grundlage für diesen Artikel!

Und ganz, ganz viele Infos zur Terrarienbeleuchtung im Allgemeinen sowie zu verschiedenen Lampentypen und der Wirkung von verschiedenen Licht“arten“ gibt es bei licht-im-terrarium.de 🙂

Ein besonderer Dank an dieser Stelle auch an die Mitglieder diverser Papageiengruppen bei Facebook, die meine Fragen zu geeigneten Leuchtmitteln und zur Anbringung sehr geduldig beantwortet haben!

 

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8 Gedanken zu “UV-Beleuchtung für Vögel”